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DLRG an der ostfriesischen Küste mit besonderer Verantwortung

Veröffentlicht: Freitag, 19.07.2019
Autor: Benjamin Buserath

In Ostfriesland gibt es eine Besonderheit: Die sieben bewohnten ostfriesischen Inseln! Das bringt nicht nur für die Küsten- und Inselbewohner spezielle Situationen mit sich, sondern auch für die Sicherheits- und Rettungskräfte. Im Winter werden die meisten Inseln von nur wenigen Hundert Menschen bewohnt, aber in der Saison sind es mehrere Tausend Urlauber und Bewohner. In dieser Zeit wird zwar die Mitarbeiterzahl der örtlichen Polizei und Rettungsdienste erhöht, aber dennoch kann es zu Situationen kommen, bei denen schnell personeller und materieller Nachschub erforderlich ist - z. B. beim Brand eines Hotels, der Eskalation von Streitigkeiten, einem größeren Unfall etc. Die Ordnungsämter der Landkreise haben für diese Lagen spezielle Ablaufpläne ausgearbeitet, in denen auch die Einsatzgruppen der DLRG an der Küste eine wichtige Rolle spielen. Viele Inseln sind nur wenige Zeit  vor und nach dem Hochwasser mit den Fähr- und Frachtschiffen erreichbar und auch Fluggeräte können nur bei guten Sichtverhältnissen eingesetzt werden. Hier stellt dann die DLRG mit ihren Motorrettungsbooten mit einem deutlich geringeren Tiefgang den Transport von Personal von Polizei, Feuerwehr und von Sanitätern sowie Material wie Atemluftflaschen, Medikamente etc. sicher. Da sich die Motorrettungsboote der DLRG auf Anhängern befinden, können sie unkompliziert in jedem Hafen eingesetzt werden und sind nicht ortsgebunden.

Die DLRG Bootsführer kennen zwar das Revier, aber trainieren auch das Fahren bei Dunkelheit, Nebel und niedrigen Wasserständen, so Hendrik Schultz, Einsatzleiter der DLRG Wasserrettungsgruppe im Landkreis Wittmund. Der Wittmunder Wasserretter Max Horn hat außerdem einen Hafenkataster erstellt, der den Rettern schnell und übersichtlich ein Bild des jeweiligen Hafens bei Niedrigwasser sowie die Kontaktdaten der Hafenmeister liefert. Das ist wichtig um auch nachts und bei Niedrigwasser die Boote ins Wasser zu bringen.

Kürzlich hieß es auf den digitalen Meldeempfängern der DLRG Wittmund und Esens „Einsatz RTB für Polizei“: Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung! 12 aus dem Einsatz- und Streifendienst zusammengezogene Polizisten mussten vom Hafen in Bensersiel auf die Insel Langeoog transportiert werden mussten, um dort die Kollegen zu unterstützen.

Für Hendrik Schultz, der auch Vizepräsident des Landesverbandes Niedersachsen ist, ist diese Zusammenarbeit zwischen den Sicherheits- und Rettungsorganisationen enorm wichtig. „Damit künftig zügig und kompetent Einsatzlagen abgearbeitet werden können, brauchen wir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, kein Kompetenzgerangel, gut vorbereitete Ablaufpläne sowie ein regelmäßiges gemeinsames Üben“, so Schultz.

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